Gedenkrede von Christoph Schreijäg
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Gedenkrede von Christoph Schreijäg


Gedenkveranstaltung für Francis Bioret am 13. April 2013

(Christoph Schreijäg, Stadt Langenau)

 

Sehr geehrter Herr Chaize, sehr geehrte Frau Chaize, meine sehr geehrten Damen und Herren,ich darf Sie auch im Namen der Stadt Langenau ganz herzlich begrüßen.

Langenau – unsere Stadt – soll für Offenheit und Toleranz stehen.

Aus diesem Grund haben alle Fraktionen unseres Gemeinderats gemeinsam das folgende Leitbild beschlossen:

(L E I T B I L D)

(„Langenau für Offenheit &Toleranz“)

Langenau ist eine weltoffene, tolerante Stadt.
Wir Bürgerinnen und Bürger von Langenau nehmen
rechtsextreme Tendenzen und Intoleranz nicht hin,
sondern sorgen gemeinsam dafür,
dass Langenau ein Ort bleibt,
an dem sich alle Menschen wohl fühlen
- unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion,
sexueller Orientierung, Geschlecht, Alter, Behinderung
oder sozialer Stellung.
Dazu wollen wir mehr Möglichkeiten zur Begegnung
und Beteiligung schaffen und Offenheit, Toleranz
sowie gegenseitigen Respekt fördern:
in vielfältigen Aktionen, Projekten und Initiativen.

Wichtig ist, dass sich hier alle zuständig fühlen
und es eine breite Unterstützung gibt:
Durch Vereine, Kirchen, Initiativgruppen, Kultur-
und Bildungsinstitutionen, demokratisch gesinnte
Parteien, engagierte Bürgerinnen und Bürger
und die Langenauer Verwaltung.

Ziel ist es, Brücken über Vereins- und
Institutionsgrenzen hinweg zu bauen:
Brücken zwischen Menschen,
Kulturen und Religionen –
für ein partnerschafliches, offenes,
tolerantes Miteinander in Langenau.


Meine Damen und Herren,

zu einem offenen- und toleranten Miteinander in Langenau, in Europa, gehört auch, sich der eigenen Geschichte zu stellen.

Zwischen Frankreich und Deutschland herrscht heute nicht nur Friede sondern Freundschaft.

Gerade deshalb darf eine der dunkelsten Stunden in der Geschichte unserer Stadt, die Ermordung des jungen französischen Zwangsarbeiters Francis Bioret, nicht in Vergessenheit geraten.

Um diesem Gedenken einen dauerhaften Platz zu geben, hat sich eine engagierte Gruppe von Bürgern unserer Stadt gebildet.

Ihnen, den „Freunden von Francis Bioret“, gebührt Respekt und Anerkennung.

Francis Bioret werden wir in unseren Gedanken bewahren.

Sein Schicksal ist eine dauerhafte Mahnung für uns, aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt einzutreten.


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