2013
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2013


5. Internationales Jugendtheaterfestival 'Theatrespektakel' in Langenau

Rede zur Festivaleröffnung am 21.11.2013

Liebe Schülerinnen und Schüler aus Turin und München, liebe Eltern, liebe Gastgeber

Herzlich willkommen zum Jugendtheaterfestival in Langenau, das nun schon zum 5. Mal stattfindet. Die Theater-Ag der FSR hat gezeigt, wie vielfältig Theater sein kann. Vielen Dank.
Das Kunstwort ‚Theatrespektakel’ möchte zum Ausdruck bringen, dass uns der Respekt gegenüber andern besonders wichtig ist.
Respekt heißt, den anderen Menschen so zu achten, wie er ist, mit seinen besonderen Eigenschaften, seinen Fähigkeiten und seinen Stärken, aber auch mit seinen Schwächen.
Jeder Mensch hat das Grundbedürfnis, respektiert und von seiner Umwelt akzeptiert zu werden.
Wem die Anerkennung immer wieder versagt wird, der verliert die Motivation und auf Dauer auch eine positive Einstellung zum Leben.
Wenn Schüler über Schule sprechen, hört man häufig folgende Sätze:
„In der Schule geht es doch nur um Noten und nicht um mich und meine Interessen.“
„Man paukt doch ständig für Klassenarbeiten und Tests, oft ohne zu wissen, wofür das Gelernte denn gut sein soll.“
„Wenn du keine guten Noten hast, bist du für die Lehrkraft doch gar nicht wichtig.“
Beim Theater – insbesondere bei den Theaterprojekten mit Marco Pejrolo und Davide Di Palo ist das anders:
Hier ist der Einzelne als ganzer Mensch mit Kopf und Herz wichtig. Die Jugendlichen leisten auch hier viel, wachsen zum Teil über sich hinaus, aber ohne das Gefühl eines äußeren Leistungsdruckes und getragen vom Zusammenhalt in einer Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel.
Respekt kommt nicht ohne die Solidarität mit anderen Menschen aus. Wer von anderen respektiert werden möchte, muss diese ebenso achten und wertschätzen.
Wer das Gefühl hat, schlechter behandelt zu werden als andere, empfindet das zurecht als ungerecht.
Wenn in einer Gesellschaft die Ungleichheit wächst, schwindet auch der Zusammenhalt in einer Gesellschaft und als Folge der gegenseitige Respekt.

Dass Menschen arbeits- und perspektivlos sind,
dass Menschen  von ihrem Lohn nicht mehr leben können,
dass Staaten genötigt werden, ihre Staatsschulen auf Kosten großer Teile ihrer Bevölkerung an die Banken und andere Geldgeber zurückzuzahlen,
können wir derzeit in Südeuropa, auch in Italien Europa beobachten. Das erzeugt Wut und der wieder entstehende Nationalismus bringt die große Idee von einem geeinten Europa ins Wanken.
Umso wichtiger sind solche Projekte mit Jugendlichen aus verschiedenen europäischen Ländern, die zeigen, dass viele Jugendlichen sich als Europäer fühlen und dass der Nationalismus keine Zukunft hat.

Dieses Festival und die Begegnungen von Jugendlichen aus Turin und von der Europäischen Schule München sind nur möglich durch die Unterstützung von verschiedenen Seiten:
Dafür herzlichen Dank
-an die Gastgeber, die die Schülerinnen und Schüler beherbergen und verpflegen
- an die Stadt Langenau, die durch einen größeren Zuschuss und die kostenlose Überlassung der Räume das Festival erst möglich macht
- an die Sponsoren, die durch ihre Spenden helfen die entstehenden Unkosten zu decken.
- an die Mitglieder das Organisationsteams Petra Klavehn, Kathrin Schaefer, Patrick Skotta, Peter Weishar, Helmut Massler, Iskender Yesildag, die alle viel Zeit und Kraft aufbringen, damit alles gut über die Bühne geht.
- Dank an Marco Pejrolo und Davide Di Palo, denen es immer wieder gelingt die Jugendlichen zu einer Einheit zu machen und in sehr kurzer Zeit gemeinsam beeindruckende Theaterszenen entstehen zu lassen, die Sie morgen hier im Pfleghof und am Samstag in der Reutte-Schule auf die Bühne bringen.

Am Samstag gibt es zum Abschluss des diesjährigen Festivals die 2. Langenauer Movie-Night, bei der die 80 Jugendlichen gemeinsam und in Gruppen einen Film zum Thema ‚Träume’ drehen werden.

Wilmar Jakober, Voritzender des Initiativkreises 8. Mai



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